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Monday, 17. September 2007
 

Geschichte

 

Im Jahre 1878, erfolgte in unserem Ort die Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehr. Aber es muss schon um 1750 eine Feuerwehr in unserem Ort gegeben haben. Dies belegen Quittungen über Ausgaben der der Gemeinde für die Feuerwehr aus dieser Zeit. Da aber keine anderen schriftlichen oder mündlichen Überlieferungen mehr vorhanden waren, wurde das Gründungsjahr nach dem Bau- bzw. Kaufjahr der alten und noch erhaltenen Pferdespritze datiert.

 

Die Gründer im Jahre 1878 waren:

Leopold Brand   als Brandmeister (Urgroßvater v. Wilmar Kalensee)
Ernst Reinhardt   als Oberfeuerwehrmann (Vater v. Huldreich Reinhardt)
Wilhelm Gießler   als Feuerwehrmann ( Großvater v. G.Schneider)
Friedrich Stein     als Feuerwehrmann (Großvater v. Meta Kalensee)
Traugott Kalensee    als Feuerwehrmann (Großvater v. Else Walter)

 

Natürlich war diese Wehr noch nicht mit modernen Löschfahrzeugen wie heute ausgerüstet. Die erste Technik, die auf diesem gebiet zum Einsatz kam, war eine Spritze mit einem Kolben und einem feststehenden Standrohr, das auf der Spritze montiert war. Diese Spritze wurde nicht wie heute an der Wasserentnahmestelle aufgestellt, sondern wurde zum Brandort gebracht. Die Versorgung mit Wasser, welches erst in die Spritze reingeschüttet werden musste, erfolgte mittels Ledereimer, die durch Personenketten zwischen Wasserstelle und Brandort transportiert wurden.

 

Nachdem einige Jahre später eine neue moderne Spritze gekauft wurde, die an der Wasserstelle aufzustellen war und das Löschwasser über Schlauchleitungen zum Brandherd drückte, geschah bei einem Brand in Tröchtelborn folgender Vorfall: 

Da die Feuerwehrleute auf dem Feld waren, wurde die Spritze durch herbeigeeilte „Nichtfeuerwehrmänner“ aus dem Gerätehaus gezogen und an die Brandstelle gebracht, weil man es von den vorhergehenden Einsätzen so gesehen hatte. Dort bemerkte man den Irrtum und brachte die Spritze zur Schwemme zurück. Es gelang aber immer noch keine Wasserentnahme und man schimpfte auf den „neuen Kram“. Erst als die Feuerwehrmänner vom Feld eintrafen, konnte die Sache geklärt werden. Man hatte nämlich die Spritze verkehrt herum an die Schwemme gestellt, also den Saugstutzen auf die dem Wasser Entgegengesetzte Seite und fand so keine Möglichkeit, das Saugrohr anzuschließen. Mit vereinter kraft wurde die Spritze herum gehoben und die Brandbekämpfung konnte beginnen.

 

Diese Handdruckspritze, an der das geschah, wurde gegen 1950 wegen Platzmangel aus dem Gerätehaus ausquartiert, in die Scheune von Gerda Schneider gestellt und später abgewrackt. Eine weitere lustige Begebenheit über die man heute noch spricht ereignete sich beim Brandeinsatz in Bienstädt. Beim Räumen des Hauses, so auch der Wurstkammer, sollten angeblich die Speckseiten bis nach Tröchtelborn „geflogen“ sein. Da diese Zeit immer von Hunger geplagt war, war dies sicher eine willkommene Abwechselung des Speiseplanes.

 

Tröchtelborn verfügte um 1900 schon über zwei Handdruckspritzen, eine Ausrüstung also, die verschiedene größere Gemeinden der Umgebung nicht aufzuweisen hatten. Die Spritzen wurden von den Feuerwehrmännern sehr gepflegt, so dass es nie zu einem Ausfall während eines Einsatzes kam.

Diese Tatsache und auch das regelmäßige Üben der Feuerwehr, so dass immer alles „klappte“, führten dazu, dass die Tröchtelborner Feuerwehr bei Löscheinsätzen in anderen Dörfern (Friemar, Bienstädt, Nottleben usw.) immer zur „führenden Spritze“ bestimmt wurde.

 

Um das Jahr 1940 wurde eine TS (mit TSA angeschafft und um 1950 Modernisiert (Bereifung). Bis dahin waren nur Vollgummiräder angebracht. 1970 bekamen wir einen neuen TSA. In diese Zeit fällt auch die Renovierung des alten Gerätehauses.

Nach dem Bau des Konsumgebäudes wurden mit viel Eigenleistung der Kameraden der Feuerwehr ein neues Gerätehaus und der Ausbau des Obergeschosses (Gemeindebüro und Arztsprechzimmer) geschaffen.

 

Eine Blütezeit erlebte die Feuerwehr in den 50-ern unter der Leitung von Alfred Thiel. Die damals gebildete Jugendlöschgruppe u.a. mit Manfred Bessel, Alfred Letsch, Wilmar und Lothar  Kalensee, Horst Benser, Sigismund Gießler waren eine vorbildliche Gruppe im Kreis Gotha. Sie glänzte nicht nur mit Ihrer Einsatzbereitschaft, sondern waren auch auf kulturellem Gebiet ganz weit vorn.

 

Gemeinsam mit der Gothaer Feuerwehr und der damaligen Tröchtelborner Feuerwehrkapelle ging es durch den ganzen Kreis Gotha. Fast jede Woche war in einem anderem Dorf Feuerwehrball und da durften die Tröchtelborner nicht fehlen.

 

1958 wurde das 80jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert.

Zur der Zeit gab es ja noch selbstständig wirtschaftende Bauern in Tröchtelborn mit einigen Pferdegespannen. Unter anderen wurde der Zug angeführt von Lothar Dünkel und Lothar Märtin hoch zu Pferde. Auch Ernst Heß war als Pferdegespannführer mit im Einsatz. Die damalige Altersveteranen

 

In der folgenden Zeit war die Tröchtelborner Feuerwehr ein festes Kollektiv mit hoher Einsatzbereitschaft. Sie war ständig mit im Einsatz bei vielen Arbeiten im Dorf, sei es beim Verlegen der Kanalisation, beim Straßenbau oder beim Bau des neuen Gerätehauses. Bei jeder Wahl übernahmen die Kameraden wie selbstverständlich die Bewachung des Wahllokales u.v.a.m.

 

1978 dann das 100-jährige Bestehen. Auch hier wieder ein großer Festumzug durch das ganze Dorf mit dem Fanfarenzug vom Traktorenwerk Gotha, Kulturgruppe aus Eschenbergen und Tröchtelborn sowie alter und neuer Feuerwehrtechnik. Im Anschluss daran der Auftritt der Erfurter „Blumenstädter“ vor der Schenke.

 

Auch 1988 zum 110. Jahrestag wurde wieder gefeiert. Nach einem Wirkungsbereichsausscheid auf dem alten Sportplatz wurde ein buntes Programm vor der Schenke geboten. Viel Spaß bereitete ein Löschangriff mit der alten Handdruckspritze.

 

Zu „DDR-Zeiten“ erlebte unsere Wehr , unter Leitung von Wilmar Kalensee (Wehrleiter von 1956 bis 1988), eine wahre Blüte mit teilweise mehr als 50 Mitgliedern, einer Jugendgruppe und einer durchaus erfolgreichen Wettkampftruppe.

 

1997 wurde ein neues Einsatzfahrzeug vom Typ KLF-Th (Mercedes Sprinter) für den bisher im Einsatz befindlichen Robur ELO, angeschafft.

In alter Tradition wurde so auch 1998 das 120-jährige Bestehen der
Freiwilligen Feuerwehr Tröchtelborn mit einem Umzug durchs Dorf gefeiert.

 

Zu diesem Anlass formierte sich auch wieder eine Wettkampftruppe, die seither mit mehr oder weiniger großen Erfolg an vielen Wettkämpfen in Thüringen und über dessen Grenzen hinaus, teilnimmt.

In den Jahren 1999/2000 wurde das Gerätehaus aus- bzw. umgebaut. Die Arbeiten erfolgten in Eigenregie und zum Teil in Eigenleistung.

 

Im August 2003 wurde das 125-jährige Bestehen der FF Tröchtelborn mit einer Festwoche vom 28.08. - 31.08 gefeiert. Anlässlich hierzu wurde eine Chronik der Geschichte der Wehr verfasst und die alte Handdruckspritze durch Kameraden des Feuerwehrvereins in mühevoller Kleinarbeit restauriert. Die Veranstaltungen (u.a. Disco mit DJ Baloo oder der Feuerwehrball mit der Jürgen Zehner Band) fanden sehr großen Zuspruch. Auf der Festumzug am Sonntag mit vielen Bildern und anschließen Platzkonzert hatte ein sehr große Resonanz.

Überschattet wurde die Veranstaltung jedoch durch den plötzlichen Tod unseres Kameraden Jens Fuchs.

 

Erwähnt werden muss noch, dass es in Tröchtelborn nie eine Pflichtfeuerwehr gab. Es waren immer genügend Einwohner bereit, in der Freiwilligen Feuerwehr tätig zu sein. In den letzten Jahrzehnten bis 1990 waren diese freiwilligen Feuerwehrleute zahlenmäßig oft so Stark, dass zwei auch drei einsatzfähige Löschgruppen gebildet werden konnten und überdies noch dem vorbeugenden Brandschutz seiner Bedeutung entsprechend große Aktivitäten gewidmet wurden.

Wir glauben auch diesem Umstand ist es zu verdanken, dass es in Tröchtelborn in den letzten 60 Jahren zu keinem Großbrand gekommen ist. Natürlich spielt hierbei die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr eine Große Rolle. Das sie gegeben ist, zeigen uns die letzten Jahre.

Auch leistet die Feuerwehr bei kulturellen Ereignissen der Gemeinde ihren Beitrag. So wird jedes Jahr der Maibaum gesetzt und bei der Organisation und Durchführung des Dorffestes mitgewirkt.

So werden wir auch im Jahr 2003 unser 125 jähriges Bestehen feiern und die Gemeinde auch weiterhin Tatkräftig unterstützen.


"Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr"

 

Brandmeister bzw. Wehrführer in zeitlicher Reihenfolge
  Leopold Brand   einer der Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Tröchtelborn  
         
  Julius Kalensee   Urgroßvater von Helmut Kalensee  
         
  Huldreich Reinhardt   er war von 1898 bis 1931, also 33 Jahre aktives Mitglied der Feuerwehr  
         
  Paul Kott
 
  er löste Huldreich Reinhard 1931 ab, nach seinem
Ausscheiden 1945 konnte er auf eine 43 – jährige
aktive Dienstzeit zurückblicken.
 
         
  Rudolf Rang   1946 – 1951  
         
  Alfred Thiel
 
  1951, er gründete 1948 die erste Jugendlöschgruppe (FDJ – Brandschutzaktiv) im Kreis, das dann den Stamm der Feuerwehr bei
seiner Ernennung zum Brandmeister bildete.
 
         
  Wilmar Kalensee

    
  1956 – 1988 In seiner 32 – jährigen Tätigkeit als Wehrleiter erwarb er sich ein hohes Ansehen in Tröchtelborn und darüber hinaus im Kreis Gotha. Kontinuität und eine hohe Einsatzbereitschaft war seine Stärke.  
         
  Roland Martin
 
  1988 – 1995
Er führte die Wehr über die nicht leichte Zeit der
Wende um 1990
 
         
  Wolfgang Marckert




 

  1995 – heute
Er übernahm die Leitung von Roland Märtin.
Unter seiner Leitung wurde ein neues Fahrzeug angeschafft (Typ KLF – Thüringen) und das Gerätehaus um bzw. ausgebaut.
Außerdem wurde 1998 zum 120 – jährigen Jubiläum eine neue Wettkampfgruppe gebildet.
 

Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 19. September 2007 )
 
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