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Monday, 17. September 2007
 

Unfallverhütungsvorschriften (UVV)

 
1.   Allgemeines
       
1.1   Geltungsbereich
       
    Diese Unfallverhütungsvorschrift gilt für die Feuerwehren bei Ausbildung, Übung und Einsatz sowie für Feuerwehreinrichtungen und Geräte.
       
1.2    Persönliche Anforderungen
       
    Für den Feuerwehrdienst dürfen nur körperlich und fachlich geeignete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden.
       
    Für Feuerwehranwärter und Angehörige der Jugendfeuerwehren gelten im Einsatz besondere Vorschriften.
       
1.3   Ausrüstung und Gerät
       
    Ausrüstungen, Geräte, Fahrzeuge  und Gebäude müssen den Bestimmungen dieser UVV und im übrigen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechend  beschaffen sein und benutzt werden.
       
    Als allgemein anerkannte regeln der Technik gelten z. B. die DIN- Normen.
       
1.4   Die Feuerwehrangehörigen sind über die UVV mindestens
einmal im Jahr zu belehren.
 
       
2   Persönliche Schutzausrüstung
       
    Zum Schutz vor Gefahren im Feuerwehrdienst müssen geeignete persönliche Schutzausrüstungen vorhanden sein, die in Art und Anzahl auf die Gefahren im Einsatzbereich abgestimmt sind.
       
    Die persönliche Schutzausrüstung für jeden Feuerwehrangehörigen besteht mindestens aus:
       
     
  • Feuerwehrschutzanzug
  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
  • Feuerwehrschutzhandschuhe
  • Feuerwehrschutzschuhwerk
       
    Bei besonderen Gefahren müssen spezielle persönliche Schutzausrüstungen vorhanden sein, die in Art und Anzahl auf diese Gefahren abgestimmt sind.
       
    Persönliche Schutzausrüstungen sind insbesondere:
       
     
  • Feuerwehrsicherheitsgurt
  • Sonderschutzkleidung (Chemikalien-, Hitze-, Kontaminationsanzug)
  • Atemschutzgerät
  • Augen-, Gesichtsschutz
  • Gehörschutz
  • Fangleine mit Tragebeutel
  • Warnweste
  • Auftriebsmittel wie Rettungskragen und Schwimmwesten
  • Tauchausrüstung
       
3.   Verhalten im Feuerwehrdienst
       
3.1   Tragen der persönlichen Schutzausrüstung
       
    Die Pflicht zum Tragen der persönlichen Schutzausrüstung
ergibt sich aus der UVV.
       
3.2   Besondere Gefahren
       
    Sind im Einsatzbereich Objekte vorhanden, bei denen besondere Gefahren durch Elektrizität, radioaktive Stoffe oder schädliche Strahlungen
sowie durch explosionsfähige, leicht brennbare oder
gesundheitsschädliche Stoffe zu erwarten sind, müssen die Einsatzkräfte hiergegen zusätzlich geschützt werden.
     
    Die speziellen persönlichen Schutzausrüstungen sind je nach der Einsatzsituation zu bestimmen.
       
3.3.   Einsatz mit Atemschutz
       
    Können Feuerwehrangehörige durch Sauerstoffmangel oder durch Einatmen gesundheitsschädlicher Stoffe gefährdet werden, müssen je nach der möglichen Gefährdung geeignete Atemschutzgeräte getragen werden.
     
    Beim Einsatz mit von der Umgebungsatmosphäre unabhängigen Atemschutzgeräten ist dafür zu sorgen, daß eine Verbindung zwischen Atemschutzgeräteträger und Feuerwehrangehörigen, die sich nicht im gefährdeten Bereich aufhalten, sichergestellt ist.
     
    Je nach Situation am Einsatzort muß ein Rettungstrupp mit von der Umgebungsatmosphäre unabhängigen Atemschutzgeräten zum sofortigen Einsatz bereit stehen.
       
3.4   Einsturz- und Absturzgefahren
       
    Bei Objekten, deren Standsicherheit zweifelhaft ist, müssen Sicherheitsmaßnahmen gegen Einsturz getroffen werden, soweit dies zum Schutz der Feuerwehrangehörigen erforderlich ist.
     
    Decken und Dächer, die für ein Begehen aus konstruktiven Gründen oder durch Brand und sonstige Einwirkungen nicht ausreichend tragfähig sind, sowie sonstige Stellen mit Absturzgefahr, dürfen nur betreten werden, wenn Sicherungsmaßnahmen gegen Durchbruch und Absturz getroffen sind.
       
3.5   Straßenverkehr
       
    Feuerwehrangehörige, die am Einsatzort durch den Straßenverkehr gefährdet sind, müssen durch Warn- oder Absperrmaßnahmen geschützt werden.
       
     
  • Tragen einer Warnkleidung
  • Beleuchtung bei Dunkelheit
  • Absperren der Einsatzstelle
       
3.6   Wasserförderung
       
    Strahlrohre, Schläuche und Verteiler sind so zu benutzen, daß Feuerwehrangehörige beim Umgang mit diesen Geräten sowie durch den Wasserstrahl nicht gefährdet werden.
       
     
  • Schläuche beim Ausrollen unmittelbar an den Kupplungen festhalten
  • Schlagartiges Öffnen oder Schließen von Verteiler oder Strahlrohr vermeiden
  • Nur absperrbare Strahlrohre verwenden
  • Ein schlagendes Strahlrohr nicht aufheben, Wasserzufuhr sperren
  • B-Strahlrohr ohne Stützkrümmer muß von mindestens 3 Personen gehalten werden
  • B-Strahlrohr mit Stützkrümmer muß von mindestens 2 Personen gehalten werden
  • Feuerwehrschlauch nicht am Körper befestigen
  • Beim Besteigen einer Leiter Feuerwehrschlauch über der Schulter tragen und das Strahlrohr nicht in den Sicherheitsgurt stecken
       
3.7   Retten und Selbstretten
       
3.7.1   Sprungrettung
       
    Bei Übungen sind Sprungrettungsgeräte so zu handhaben und die Fallkörper und -höhen so zu wählen, daß die Haltemannschaft nicht gefährdet wird.
     
    Zu Übungszwecken und Vorführungen darf nicht gesprungen werden
       
3.7.2   Abseilübung
       
    Rettungs- und Selbstrettungsübungen sind so durchzuführen, daß die Übenden nicht gefährdet werden.
       
     
  • Übungen nur bis zu einer Höhe von 8m durchführen (2. Sicherungsleine)
  • Gewöhnungsübungen aus geringen Höhen vor Abseilübungen
  • Interne Dienstanweisungen beachten! (Sicherungsleine = Kernmantelseil in Verbindung mit dem Rettungsgeschirr)
       
3.8   Betrieb von Verbrennungsmotoren
       
    Verbrennungsmotoren sind so zu betreiben, das Feuerwehrangehörige durch Abgase nicht gefährdet werden.
       
     
  • Dauerbetrieb im Freien unter Verwendung von Abgasschläuchen
  • Bei Betrieb in Räumen, Abgase durch Schläuche oder geeignete Lüftung ins freie leiten
       
    Werden Verbrennungsmotoren von Hand angeworfen, ist sicherzustellen, daß durch Kurbelrückschlag niemand gefährdet wird.
       
     
  • Richtige Einstellung der Zündanlage
  • der Daumen darf nicht um, sondern muß auf die Kurbel gelegt werden, so daß bei einem Kurbelrückschlag die Kurbel aus der Hand gleiten kann.
       
4   Instandhaltung und Prüfung
       
4.1   Warten und Instandhalten
       
   
  • Ausrüstungen, Geräte, Fahrzeuge und Einrichtungen sind fachgerecht zu warten und instandzuhalten. Schadhafte Ausrüstungen, Geräte und Fahrzeuge sind der benutzung zu entziehen. 
       
4.2   Prüfungen
       
4.2.1   Sichtprüfungen
       
    Feuerwehr- Sicherheitsgurte, - Fangleinen, - Sprungrettungsgeräte, - Leitern und ortsveränderliche, elektrische Betriebsmittel sind nach jeder Benutzung einer Sichtprüfung auf Abnutzung und Fehlerstellen zu unterziehen.
       
4.2.2   Regelmäßige Prüfungen
       
    Feuerwehr- Sicherheitsgurte, - Fangleinen, - Sprungrettungsgeräte, - Luftheber, Hubrettungsgeräte, Drehleitern mit Handbetrieb, Anhängeleitern, tragbare Leitern, Seile und hydraulisch betätigte Rettungsgeräte sowie Druck- und Saugschläuche sind regelmäßig zu prüfen.
     
    Über das Ergebnis der Prüfungen ist ein schriftlicher Nachweis zu führen.

Letzte Aktualisierung ( Wednesday, 19. September 2007 )
 
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